Sportwetten – ein spannendes Hobby mit Tiefgang

Kombinationswetten – Zu riskant?

Vielen Menschen sind Einzelwetten zu langweilig. Auf einen einzelnen Ausgang eines Spiels oder einer Sportveranstaltung zu setzen ist weniger risikoreich, aber gleichzeitig auch weniger profitabel. Immer mehr Spieler setzen deshalb auf Kombinationswetten. Diese versprechen nicht nur hohe Profite, sondern oft auch Kombinationsboni. Damit kann mit einigen Wetten geringer Quote plötzlich eine Wette mit hohen Quoten entstehen. Das hat seine Vorteile und Nachteile, bringt aber einiges an Brisanz mit sich.

Im Internet und auf Wettforen finden sich immer wieder Bilder von astronomisch hohen Gewinnen, die mit nur wenigen Euros gemacht wurden. Viele Spieler setzten dabei nur ein oder zwei Euros, gewannen aber mehrere tausende Euros, manchmal sogar zehntausende Euros. Der Schlüssel für diese Wetten ist die Anzahl an Wetten – oftmals setzen Spieler auf fünfzehn oder zwanzig Wetten gleichzeitig. Die Wettquoten müssen dabei nicht einmal hoch sein, beispielsweise reicht eine Quote von 1.20 bei zwanzig Spielen schon für hohe Gewinne. Voraussetzung ist natürlich, dass die Wetten auch tatsächlich aufgehen. Das ist wohl erfahrungsgemäß eher selten der Fall, zu oft sind ein oder zwei Spiele sogar bei gründlicher Recherche doch nicht so verlaufen wie erwartet.

Es gibt sogar Kombinationswetten, bei denen jedoch nicht alle Spiele aufgehen müssen. Beispielsweise gibt es Kombinationsmöglichkeiten, bei denen 6 von 7 Spiele richtig sein müssen, oder etwa 7 von 9. Das kann sehr sinnvoll sein, wenn das Risiko, dass eines der Spiele nicht wie prognostiziert ausfällt, sehr hoch ist. Wird also mit Quoten von 1.5 oder mehr gewettet, kann eine solche risikoärmere Kombinationswette sinnvoll sein. Die Quoten sollten am besten circa gleich sein, sonst kann es passieren, dass beispielsweise eine 1.20 Wette die anderen positiven 2.0 Wetten sinnlos macht.

Noch dazu gibt es eine zusätzliche Möglichkeit bei Kombinationswetten, die von vielen Spielern als sehr reizvoll empfunden wird. Es gibt nämlich eine „Cash Out“-Funktion, bei der man schon im Vorhinein die Wette abbrechen kann. Durch sie kann man einerseits eine Wette doch noch mit einem Profit abschließen, die ansonsten verloren wäre, andererseits hat man damit auch die Chance auf den gesamten Profit nicht mehr gegeben. Wenn beispielsweise schon sieben von zehn Spiele gewonnen wurden, man sich aber nicht sicher ist, ob die anderen drei Matche alle wie geplant ausgehen werden, kann es Sinn machen auf „Cash Out“ zu setzen. Gibt es allerdings keine speziellen Anzeichen dafür, zahlt es sich eher aus einfach abzuwarten und auf den Gewinn zu hoffen. Schließlich bringt eine ganz gewonnene Wette oft um ein Vielfaches mehr als der Betrag des Wettanbieters, der bei einem „Cash Out“ geboten wird.

Sind Kombinationswetten also sinnvoll? Prinzipiell ja, jedoch muss man gleichzeitig realistisch sein. Kombinationswetten mit zehn oder mehr Wetten sind nur sehr selten ein Gewinn. Wenn man mit drei oder vier Spielen, bei denen man ausreichend Recherche betrieben hat gewinnt, kann gutes Geld verdient werden. Es muss individuell eingeschätzt werden, welches Risiko bei welchem Einsatz tragbar ist. Drei oder vier Wetten, bei denen mit Bedacht gesetzt wurde und das Risiko nicht allzu hoch ist, sind dabei eine oft gewählte Strategie, die vom Verhältnis Risiko und Profit durchaus sinnvoll ist.